40 Jahre Kreisgruppe Kitzingen

Am Samstag, 13.07.2013 lud die Kreisgruppe Kitzingen zur großen Feier am Bleichwasen ein. Ein großes Zelt war aufgebaut. Im Außenbereich gab es Ausstellungen zum Thema Biber, Wildkatze, Steinbruch Dettelbach und zur Geschichte der Kreisgruppe. Von 10:00 bis 18:00 Uhr kamen Interessierte, ließen sich Weißwurstfrühstück, selbstgebackene Kuchen und verschiedene Mahlzeiten nebst reicher Getränkeauswahl schmecken. Nach dem symbolischen Start von 100 BN Luftballons traf um 16:00 Uhr Hubert Weiger ein. Der Kreisvorsitzende begrüße ihn und Helmut Schulheiß vom Landesverband, sowie die Landrätin Tamara Bischof, den Kitzinger Oberbürgermeister Siegfried Müller und auch zahlreiche Stadträte, Kreisräte und Bürgermeister.

Nach seinem Bericht über 40 Jahre Tätigkeiten in Kitzingensprachen die Landrätin und der OB ihr Grußworte. Die Festrede des Landes – und Bundesvorsitzenden folgte, und schließlich würdigte der Regionalreferent Helmut Schultheiß die Verdienste der haupt– und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kreisgruppe.

 

 

 

 

BN Kreisgruppe Kitzingen in Berlin

Doris Tropper, Klaus Brunsmeier (stellv.

Großdemonstration für Agrarreformen in Berlin

Ein Bus aus Kitzingen bringt ca. 50 Naturschützer und Imker zur Demonstration in die Bundeshauptstadt

Zu Beginn der weltweit größten Landwirtschaftsmesse in Berlin, der „Internationalen Grünen Woche“, zogen vergangenen Samstag 25 000 Demonstranten aus ganz Deutschland durch das Regierungsviertel zum Bundeskanzleramt. Der Bund Naturschutz in Bayern bot auch dieses Jahr wieder Busfahrten zu diesem Anlass an. Mit bunten Transparenten, phantasievollen Kostümen, Musik und Traktoren protestierten Bauern, Imker, Naturschutzverbände, soziale und kirchliche Vereine sowie Verbraucher gemeinsam gegen die zunehmende  Industrialisierung der Landwirtschaft und ihre fatalen Folgen weltweit.

Zur düsteren Bilanz der Agrarpolitik der letzten Jahrzehnte gehört eine rapide Abnahme der Artenvielfalt., wie Bienensterben oder Rückgang der Vogelpopulation, weil die Landschaft, Äcker und Wiesen immer weniger Nahrungsangebot für Wildtiere bieten und  giftige  Pestizide eingesetzt werden. Spekulationen mit Lebensmitteln und Land verschärfen den Hunger vor allem in den südlichen Ländern. Der zunehmende Preisdruck auf die Erzeuger und Patente auf Saatgut führen zu einem globalen Sterben kleinbäuerlicher Betriebe.

Gemeinsam forderten die Demonstranten von der Bundesregierung stärkeren Einsatz für eine nachhaltige Landwirtschaft mit Erhalt der Artenvielfalt, gentechnikfreien heimischen Futtermitteln, mehr Tierschutz, dem Erhalt umweltverträglich wirtschaftender bäuerlicher Betriebe und der Erzeugung von gutem Essen. Subventionen müssen in Zukunft an soziale, ökologische und Tierschutz-Kriterien gebunden werden. Derzeit erhalten 1,8 Prozent der Betriebe in Deutschland  30% der über 50 Milliarden Euro Agrarsubventionen aus Brüssel.

Hubert Weiger, der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND), kritisierte in seiner Rede vor dem Kanzleramt am Schluss der Großdemonstration: „Hoffentlich hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Rundgang auf der Grünen Woche nicht von den potemkinschen Dörfern der Agrarindustrie blenden lassen. Hinter dem schönen Schein der Messestände verbergen sich millionenfaches Tierleid, ein exorbitanter Antibiotikaeinsatz bei Masttieren und enorme Belastungen der Umwelt durch die Massentierhaltung. In der Agrarpolitik Deutschlands und der Europäischen Union sind neue Weichenstellungen überfällig. Die Bundesregierung mit Kanzlerin Merkel und Agrarministerin Aigner muss endlich dafür sorgen, dass bäuerliche Betriebe anstatt industrieller Großbetriebe und  Tierfabriken gefördert werden.“ Eine solche Politik nütze nicht nur dem Tierschutz und den Landwirten, sie schaffe auch die Voraussetzungen für mehr Umwelt- und Verbraucherschutz.

 

Für Rückfragen:

Manfred Engelhardt

Engelhardt.manfred@t-online.de

09324 3295

Wíndenergie

Eine Vision:

 Der Landkreis Kitzingen im Jahre 2020. Es ist eine begnadete Gegend, von der Sonne verwöhnt, vom Wind gestreichelt, gerade genug von Niederschlägen durchnässt, reich an kultureller Hinterlassenschaft vergangener Generationen. Dörfer, geschmiegt an fruchtbare Weinhänge, kleine Städte, umgeben von ertragreichen Feldern, Gartenanlagen, Streuobstwiesen,  Wäldern, Hügeln, alles gelegen am Fluss. Außerdem die reiche Vielfalt der Arten, der Ortolan, die Wiesenweihe, die Sandgrasnelke.

So weit, so gut.

Aber nun zeigt sich, dass diese Gegend nicht nur zurück und um sich, sondern auch nach vorne schaut. Um jedes Dorf, jede kleine Stadt herum ragen Windkraftanlagen in den Himmel, auf fast allen Dächern der wohl gedämmten Häuser und auf manchen ökologisch oder landwirtschaftlich nicht so wertvollen Flächen blinken Photovoltaikanlagen in die Sonne. Biogasanlagen, in denen Grünschnitt und Gülle vergoren werden, schaffen Strom und Wärme, wenn Wind und Sonne nicht liefern. CO2 Ausstoß und atomare Risiken aus der Energiegewinnung finden so nicht mehr statt.

Die Bürger der Zukunft haben ihr Erspartes hier an Ort und Stelle investiert. Sie haben dazu auch Genossenschaften gebildet und Arbeitsplätze geschaffen. Sie bezahlen nicht mehr für Öl, Gas, Kohle und Uran, die aus fernen Ländern kamen, sie tragen nicht mehr zu Milliardengewinnen von Großkonzernen bei. Sie haben ihr Umfeld verändert und vor allem auch ihre Zukunftsaussichten.

Die Touristen kommen, im Jahre 2020, und sind begeistert über die schöne, neue Welt, die sich viel alten Charme erhalten hat, die neue mainfränkische Kulturlandschaft.

Fangen wir an!

Manfred Engelhardt

Mainausbau

Durch die Planung von immer weiterem Ausbau wird Planzen und Tieren am natürlichen Ufer des Mains wichtiger Lebensraum genommen.