Lebensraum Wasser

Zu einer Exkursion ins Ried hatte der Bund Naturschutz, Ortsgruppe Mainstockheim, eingeladen. Der Diplombiologe Peter Krämer hatte Vorbereitungen getroffen und so konnte er den Teilnehmern eine Fülle von Lebensformen vorführen, die er nach ihrer Vorstellung in durchsichtigen Behältern wieder in das nahegelegene Gewässer zurücksetzte. So konnte er zum Beispiel eine Erdkröte, mehrere Teichmolche und einen Stichling zeigen. Ferner gab es Libellenlarven, Rückenschwimmer, Posthornschnecken und Eintagsfliegenlarven in ihren selbst gebauten Behausungen mit Materialien ihres Lebensraums.

Es gelang Peter Krämer aufgrund seiner profunden Sachkenntnisse alle Fragen seines interessierten Publikums ausführlich zu beantworten und die Notwendigkeit des Schutzes dieser vielfältigen Amphibien-, Fisch- und Insektenwelt überzeugend darzustellen. Dies ist ja auch eines der zentralen Anliegen des BN.

Artikel in der Main-Post Mai 2017

Gegen die Wiederzulassung von Glyphosat hatten die Umweltorganisation BUND und das Umweltinstitut München aufgerufen. Der BN-Kreisverband Kiitzingen beteiligte sich laut einer Mitteilung mit einem Aktionstag am Kitzinger Marktplatz. Beim Okogärtner Veit Plietz war die Großlangheimer Ortsgruppe aktiv. Zusammen wurden an diesem Tag 200 Unterschriften gesammelt, teilte der BN-Kreisverband mit. Nutzer dieses Pflanzengifts sind aufgerufen, sich ihrer Verantwortung bewußt zu sein. Vor allem in Haus- und Kleingärten sollte eine solche Anwendung überhaupt nicht stattfinden, schreibt der BN.

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Herbizit. Es läuft auch unter dem Namen Round-up als Produkt des US-Agrar-Multi Monsanto. Es konnte bereits im menschlichen Blut und Urin nachgewiesen werden. Kritische Studien belegen gravierende gesundheitliche Risiken. Außerdem schädigt Glyphosat das Bodenleben, so der BN.

Sie wandern wieder...

Noch nie zuvor waren sie so früh unterwegs: Die wärmeren Tage derzeit locken Kröten, Frösche und Molche aus den Winterquartieren. Erste „Wanderer“ wurden sogar schon Ende Januar gesichtet. Ursache dafür ist der durchwegs sehr milde Winter. Überall in Bayern werden deshalb zurzeit Amphibienzäune aufgebaut. Rund 6000 freiwillige Helfer des BUND Naturschutz (BN) sind dabei im Einsatz und bringen die Tiere sicher über die Straßen. Es ist die größte Mitmachaktion des Naturschutzes in Bayern. Sie rettet jährlich rund 700 000 Amphibien das Leben.

Wenn Amphibien aus der Winterstarre erwacht sind, machen sie sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung und in den Nachtstunden überqueren Amphibien dabei scharenweise unsere Straßen. Doch der Weg zur Fortpflanzung endet oft mit dem Tod auf der Straße. Deshalb sind in diesen Wochen wieder die ehrenamtlich Aktiven des BUND Naturschutz an Straßenrändern unterwegs, bauen Amphibienzäune auf und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite.

„Bis Ende April muss man auf unseren Straßen mit den Amphibien rechnen oder mit Menschen, die zu deren Schutz in den Morgen- und Abendstunden unterwegs sind“, so XXXX, Vorsitzende(r) der BN-Kreisgruppe xxxx.

Im Kreisgebiet befinden sich Amphibienzäune u.a. bei:

  • Volkach
  • Mainbernheim
  • Marktbreit
  • Rimbach
  • Panzerstraße Kitzingen
  • ...

Der BUND Naturschutz bittet alle Autofahrer deshalb in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme:

*  Befolgen Sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen und Warnschilder an den Amphibienschutzzäunen.

 

*  Achten Sie an den Stellen, an denen ehrenamtliche Mitarbeiter des BUND Naturschutz Krötenzäune errichtet haben, auf die Helfer, die am Straßenrand Tiere einsammeln.

 

*  Reduzieren Sie Ihr Tempo auf Straßen, die an Teichen oder Feuchtgebieten vorbeiführen, auch wenn keine Warnhinweise aufgestellt sind.

 

*  Denken Sie daran, das vor allem warme, regnerische Abende die fortpflanzungsbereiten Tiere massenweise zur Laichwanderung locken.

 

Der BUND Naturschutz bittet um Ihre Mithilfe: Sie haben eine Stelle entdeckt, an der viele Amphibien überfahren wurden und an der kein Schutzzaun errichtet ist? Bitte teilen Sie dies dem BN mit per Mail an:

amphibien@bund-naturschutz.de.

Die zuständige Kreisgruppe wird den Straßenabschnitt schnellstmöglich untersuchen.

 

Für Rückfragen:

Ulrike Geise

Tel. 0 93 86 / 9 01 61

E-Mail: ulrike.geise@bund-naturschutz.de

Weitere Informationen


Jahresrückblick 2015 des Vorsitzenden der Kreisgruppe Kitzingen

Es gibt Jahre, die einen relativ glatten, unproblematischen Verlauf haben und mit sich die Aussicht auf ein ebensolches Folgejahr bringen. Dies gilt für uns als Individuen wie für Vereine, Länder und schließlich die ganze Welt.

2015 hat uns als Mitglieder der Gemeinschaft der Länder in Atem gehalten und eröffnet uns auf sein Ende zu die Aussicht auf ein extrem kritisches Jahr 2016, eine sehr schwierige Zukunft, die es mit kluger Politik, Glück und Gottes Segen zu meistern gilt.

Wir als Kreisgruppe mit fast 2000 Mitgliedern haben in festen Zusammenschluss mit den Ortsgruppen und dem Landesverband des BN wieder versucht, einige der zum Teil weltweit relevanten Probleme anzugehen und gewisse Teilschritte zur Lösung beizutragen.

Unser erster Schritt nach dem Jahreswechsel war die Teilnahme an der großen Anti-Agrarindustrie-Demo Wir haben es satt in Berlin. Ein Bus voller Teilnehmer erlebte in der Hauptstadt circa 30000 Menschen, die wegwollen von der Agrarindustrie, der Massentierhaltung und dem Einsatz schädlicher Agro-Chemie.

Auch im Januar wurde mir vom Landratsamt für 25 jährige Tätigkeit für den Natur- und Umweltschutz ein Umweltpreis verliehen.

Zusammen mit Klaus Petter und Kai Frobel vom Landesverband nahm ich in Bad Windsheim Bild Dateien entgegen, mit deren Hilfe im Raum Mainstockheim eine Gegenüberstellung von Situationen der 60er und 70er Jahre und heutigen Ansichten entstehen soll. Inzwischen hat Klaus Petter den Großteil der Vergleichsmaßnahmen bereits gemacht.

Im Februar hatten wir zunächst eine sehr gut besuchte Podiumsdiskussion zum Thema TTIP in der Synagoge. Unter der Leitung von Richard Mergner, dem Landesbeauftragten des BN, wurde hier die Diskussion um das umstrittene Handels- und Investitionsabkommen geführt.

 

Einer der Höhepunkte des Jahres war die Hauptversammlung am 5. März im Rathaussaal Marktbreit. Der BN und BUND Vorsitzende Prof. Dr. Hubert Weiger leitete die Neuwahlen und ehrte langjährige Mitglieder und den 1. Vorsitzenden der Kreisgruppe. Ebenfalls erforderte im März der Dettelbacher Steinbuch Präsenz. Dieser Streitfall ist übrigens noch offen. Vergleichsverhandlungen werden geführt. Im April fanden deswegen Gespräche im Landratsamt statt. Die Ausstellung Energiedreisprung wurde von uns in das Foyer des Landratsamtes geholt und sechs Wochen lang betreut. Gruppenführungen wurden durchgeführt.

An der Delegiertenversammlung in Bamberg nahmen aus der Kreisgruppe Ulrike Geise, Klaus Petter und ich teil.

Im Mai hatten wir, auch mit finanzieller Hilfe des Landesverbandes, einen professionellen Moderator eingeladen, der bestimmte Abläufe und Interaktionen in den Versammlungen der Kreis- und Ortsgruppen zu optimieren versuchte.

Außerdem hatte ich einen Termin in Mainstockheim, um ein kürzlich gekauftes Grundstück mit Amphibienteich in Augenschein zu nehmen.

Im Juni besuchte ich eine Veranstaltung zu Erneuerbaren Energien in Dettelbach. Unser Sommerfest im Bereich Mainstockheim wurde ein erfreuliches Beisammensein. BN macht Spaß! Im Rathaus Dettelbach machte ich mich für den Bau eines Windparks stark. Zur Zeit erscheint dieses Projekt aber am Widerstand der Bürger gescheitert. Was sind bitteschön die Alternativen? Muss der heilige Sankt Florian die Welt in den Abgrund führen?

Inzwischen war in Anwesenheit von Ulrike Geise eine neue Ortsgruppe in Großlangheim mit dem 1. Vorsitzenden Herrn Dietmar Brendt entstanden. Im Oktober fanden Neuwahlen in der Ortsgruppe Kitzingen statt. In meiner Anwesenheit wurde Herr Christoph Baare zum ersten Vorsitzenden gewählt. Dem scheidenden Vorsitzenden Herrn Wolfgang Runte gilt unser Dank für seinen Einsatz.

Ein besonderes Erlebnis war die Teilnahme an der TTIP Demo in Berlin. Ab 150 000 Teilnehmern kapitulierten die Zählmechanismen der Polizei. Es ist ein emotional berührendes Ereignis, auf diese Weise mit Jung und Alt, mit Musik und wohl gesetzten Reden eine von uns als fatal eingeschätzte Entwicklung abzuwehren.

In Mainstockheim werden wir, in Abstimmung mit dem Landesverband, einem Grundstückstausch zustimmen, um die Verkehrssicherheit, gerade für Radler, zu verbessern.

In der Flur von Euerfeld ist geplant, im nächsten Jahr unser Grundstück Am Seelein zu pflegen und für Amphibien wieder attraktiver zu machen. Entsprechende Ortstermine fanden statt.

Am 12.12. organisierten wir einen Stand am Kitzinger Marktplatz zusammen mit Bündnispartnern, z.T. als Eisbären verkleidet. Damit wollten wir die Kitzinger Bevölkerung und die Politiker auf die zu Ende gehende Klimakonferenz in Paris aufmerksam machen und dafür eintreten, dass nach so viel gewechselten Worten jetzt auch Taten von Nöten wären.

Klaus Petter und ich nahmen an zwei Veranstaltungen der oberen Naturschutzbehörde bezüglich der Erarbeitung des Management-Plans für die Flora-Fauna-Habitat Gebiete teil. Herr Petter führte als Biberberater sieben diesbezügliche Führungen im Raum Kitzingen durch, erarbeitete 32 ausführliche und sachdienliche Stellungnahmen zu Projekten im Landkreis und stand praktisch und theoretisch in allen BN Fragen zur Verfügung. Tanja Schmidt hielt den Kontakt zum Kreisjugendring, besorgte die Betreuung der Homepage, war Durchgangsstation für Informationen aller Art, verlässliche Stütze aller unserer Aktionen und Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle.

Wir hatten im Verlauf des Jahres acht Vorstandstreffen der Kreisgruppe. Bei Veranstaltungen der Ortsgruppen Buchbrunn, Volkach und Kitzingen war ich zugegen, ebenso wie bei den beiden Regionaltreffen des BN. Wöchentlich traf ich mich mit unseren Hauptamtlichen, Klaus Petter und Tanja Schmidt in der Geschäftsstelle. Ulrike Geise und Elke Petter, im Verlauf des Jahres ersetzt durch die neue Schatzmeisterin Brigitte Lifferth, unterstützten uns häufig bei der Führung der laufenden Geschäfte. Diesen Personen gilt mein besonderer Dank für ihr Engagement.

Ich hoffe, dass Sie mit unseren Bemühungen des Jahres 2015 einverstanden sind und dass das Jahr 2016 nicht sein ganzes schlimmes Potential entfalten möge.

Manfred Engelhardt, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Kitzingen